"Er hat ja nichts gesagt"

Politik | FLORIAN KLENK | aus FALTER 10/02 vom 06.03.2002

OMOFUMA-PROZESS. Wie drei Fremdenpolizisten der Öffentlichkeit das Verkleben und den Tod von Marcus Omofuma erklären. 

Der Anwalt der Fremdenpolizisten, Farid Rifaat, hat einen gewagten Vergleich anzubieten. "Stellen Sie sich vor", sagt er zu den Schöffen, "ein paar Jugendliche ziehen in einem Park einen Dackel an den Ohren und quälen ihn. Die Passanten würden doch eingreifen! Aber niemand würde dem Dackel eine Watsche geben." Farid Rifaat wollte mit seinem Vergleich zeigen, dass der Dackel (Marcus Omofuma) von den Jugendlichen (der Fremdenpolizei) nicht gequält worden sein kann. Denn dann wäre der Passagier eine Reihe vor Omofuma doch nicht aufgestanden und hätte Omofuma "a Trumm Watschen" (Rifaat) gegeben, anstatt ihm zu helfen. Der Fall ist klar: Der Schübling tobte und musste zur Ruhe gebracht werden. Sogar die Passagiere fühlten sich belästigt. "Ich sage ja nicht, dass er in das World Trade Center oder ins Riesenrad fliegt. Aber stellen Sie sich vor, Omofuma hätte im


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