Demokratie-Premiere

Politik | NINA HORACZEK | aus FALTER 10/02 vom 06.03.2002

RATHAUS. Wien hat erstmals einen Untersuchungsausschuss. Ein Beamter wird verdächtigt, für unerlaubte Widmungen Geld genommen zu haben.

Das Kontrollamt, in seinen Formulierungen sonst eher zurückhaltend, legte diesmal ordentlich los: "Anlasswidmung zugunsten Dritter", "gesetzeswidrige Vorgangsweise", "mangelnde Transparenz" und "einseitige, teilweise sogar unrichtige Berichterstattung" heißt es im neuen Bericht über die für Flächenwidmung zuständige Magistratsabteilung (MA 21B).

  Bereits im August 2000 beschuldigten die Grünen im Rathaus Obersenatsrat Walter Vokaun, den damaligen Leiter der MA 21B, Pläne zugunsten einzelner Eigentümer verändert zu haben, und zwar nachdem diese den Anwohnern und den Magistratsabteilungen zur Einsicht vorgelegt worden waren. Genauso wird zu überprüfen sein, ob der Beschuldigte für seine Widmungen zugunsten Dritter Geld genommen hat und wieso Vokaun als hoher Beamter der Flächenwidmung nebenbei als Konsulent für Baufirmen arbeitete. Er war


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