Große Kunst am Telefon

Kultur | ROBERT ROTIFER | aus FALTER 10/02 vom 06.03.2002

MUSIK. Erstmals live in Wien: The Strokes aus New York. Hinter dem Hype um das amerikanische Punk-Bubenwunder steckt eine der wichtigsten Figuren der britischen Popgeschichte: Geoff Travis. 

Als die Strokes letztes Jahr plötzlich in aller Munde waren, regte sich angesichts des Hypes vielerorts auch Skepsis. Zugegeben, diese Band beherrschte zwei Handvoll sofort mitsummbarer Popsongs im simplen, aber energetischen Punk-Format: "Last Nite" etwa gemahnte an Motown-Hits wie "Heatwave", "New York City Cops" klang wie ein zu schnell abgespielter Television-Bootleg, und "Someday" stellte seine simplen Ohrwurmqualitäten auf schamloseste Weise bloß. Zudem sahen diese knusprigen New Yorker in ihren eng anliegenden Second-Hand-Sakkos auch noch unbestreitbar gut aus. Aber im Grunde waren diese Strokes doch nur eine von Tausenden ordinären Gitarrenbands, die neu aufkochen, was Generationen von Rock 'n' Rollern vor ihnen verschüttet haben.

  Nach und nach kamen die Hintergrundgeschichten zum Vorschein:


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