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Kultur | MICHAEL OMASTA | aus FALTER 10/02 vom 06.03.2002

FILM. Mit dem Familienepos "The Royal Tenenbaums" legt der junge Regisseur Wes Anderson seinen dritten Film vor: sehr raffiniert und sehr komisch. 

"Family isn't a word ... it's a sentence"

"The Royal Tenenbaums"

Eines Morgens, vor ungefähr 22 oder mehr Jahren, tagte das Kindertribunal. Royal, das Oberhaupt der Familie, saß Chas, Margot und Richie gegenüber und eröffnete den drei Kleinen, dass er ihr Haus verlassen und in ein Hotel ziehen werde. Das war der Anfang vom Ende der Tenenbaums (und das Ende vom Anfang des Films).

  "The Royal Tenenbaums" ist ein klassisches Familienepos, zumindest insofern, als keine glückliche Familie, sondern deren Niedergang und Auflösung im Mittelpunkt steht. Für das Kino ist diese Variante ungleich interessanter als ihr Gegenteil: Sie erlaubt, Vergangenes und Gegenwärtiges mittels Off-Kommentar "gleichzeitig" zu erzählen, die Erinnerungen an den vermeintlichen Glanz früherer Zeiten ständig präsent zu halten und mit dem weniger ruhmreichen Hier


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