Die innere Einsamkeit

Kultur | MAYA McKECHNEAY | aus FALTER 10/02 vom 06.03.2002

FILM. Christian Petzolds RAF-Homestory "Die innere Sicherheit" war der interessanteste deutsche Film des Kinojahres 2001. Das Filmmuseum widmet dem Regisseur jetzt eine Werkschau. 

Zwei Kosmetikvertreterinnen, beide im Service-Outfit - hochhackige Schuhe, kurzer schwarzer Rock und weiße Bluse -, hocken nach einem Unfall an der Straßenböschung. In der Ferne starten und landen Flugzeuge: "Stewardess wollt ich mal werden", sagt die eine nachdenklich. "Ich auch", meint die andere: "Ferne Länder, teure Hotels - war aber schon nicht mehr so. Die Männer klatschten dem Piloten bei der Landung zu, und ich hätte die Kotztüten hinhalten sollen." - Eine Szene aus "Pilotinnen" (1995), Christian Petzolds Abschlussarbeit an der Berliner Filmakademie, in der zwei Konkurrentinnen gemeinsam einsehen müssen, dass das Leben mehr Versprechen macht, als es einlöst.

  Auch in den anderen Arbeiten Petzolds - ingesamt vier Spiel- und drei Kurzfilme - geht es vor allem um zwei Themen: die Sehnsucht und


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