CHRISTIAN PETZOLD: "Ich mag das Nachbeben in den Räumen"

Kultur | aus FALTER 10/02 vom 06.03.2002

Der deutsche Filmemacher Christian Petzold, 42, über seine Faszination für die Ruhe nach dem Sturm, seinen neuen Film "Toter Mann" und seine nächsten Projekte.

Falter: Ihr neuer Film "Toter Mann" bewegt sich irgendwo zwischen Liebesgeschichte, Krimi und Thriller. Gab es von den produzierenden Sendern arte und ZDF irgendwelche Genre-Vorgaben?

Christian Petzold: Nein - ich hatte ein fertiges Drehbuch, das erst mal abgelehnt worden war. Dann hieß es: Wenn Sie in 10, 15 Tagen ein Treatment schreiben können, können wir es vielleicht doch noch machen. Also habe ich mit dem Harun Farocki schnell eine kleine Geschichte geschrieben. Es hat mir ziemlich gefallen, in so kurzer Zeit etwas zu erarbeiten - immer abends, weil ich ja tagsüber noch mit dem Schnitt von "Die innere Sicherheit" beschäftigt war.

Hat ein Film den anderen beeinflusst?

In der Sequenz von "Innere Sicherheit", in der sich die Familie in das Haus zurückzieht, hatte mich diese Konstellation angefangen zu interessieren, die an


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