Fragen Sie Frau Andrea: Körper und Geist

Stadtleben | aus FALTER 10/02 vom 06.03.2002

Sehr geehrte Frau Andrea,

wie kommt es, dass man/frau bei heftigen Erkältungen zu keinerlei intensiver Gedankentätigkeit fähig ist? Existiert ein Verbindungsgang zwischen verstopfter Nase und Hirn? Absorbieren die einschlägigen automatisierten Assoziationsketten (Matratze-Schwitzen-Husten-doof) die bedeutendsten Großhirn-Areale? Gibt es ein wirksames Mittel dagegen? Bitte nur biologisch, ev. dynamisch.

Mit bestem Dank und einem herzlichen "Xundheit!" Ihre Daniela, Internet

Liebe erkältete Daniela,

die von Ihnen beschriebenen Zivilisationskrankheiten werden vom menschlichen Körper gerne mit Fieber beantwortet. Hohes Fieber kann die Wahrnehmung in Richtung Wahn verschieben. Es würde mich nicht wundern, wenn schon leichtere Fieber von Ihnen als Zustand der Doofheit empfunden werden. Nach Aussage eines Arztes führen nicht Medikamente, sondern folgende einfache Maßnahmen zu baldiger Besserung: Machen Sie innen und außen Feuer unterm Dach! Trinken Sie heiß, baden Sie heiß und packen Sie sich heiß ein. Das künstliche Fieber soll Wunder helfen. Ich hab da leicht reden, ich bin nie krank. War das jetzt dynamisch genug?

Liebe Frau Andrea,

seit dem letzten Kälteeinbruch beschäftigt mich folgende Frage: Der weiße Dampf, der aus unseren Mündern und Nasen tritt, wenn es kalt ist, entsteht ja durch den Temperaturunterschied von ausgeatmeter warmer Luft und umgebender kalter Luft. Wie verhält sich das mit dem gemeinen "Schas"? Wird auch hier sichtbarer Dampf frei? Ist dieses Phänomen schon einmal beschrieben worden?

Mit freundlichen Grüßen

Sieg Plafond, 1090 Wien

Lieber Sieg,

meines Wissens bestehen Winde aus methanhältigen Gasen, die eher brennen als dampfen.

Schreiben Sie Frau Andrea: dusl@falter.at; und besuchen Sie:


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