VOR 20 JAHREN IM FALTER

Vorwort | aus FALTER 11/02 vom 13.03.2002

... berichtete "Graziano" vom "Schallterfest".

New-Wave-Musik würde von Stiefmütterchen Falter immer so heruntergemacht, die ehrliche Arbeit junger Leute, die jetzt allenthalben in den neuen Bars und Plattenstudios Wiens Morgenluft schnuppern, nicht anerkannt. Solches und Ähnliches dachte ich mir, Montag, den 1. März, so gegen 21 Uhr. Sprachs, bestieg den Boliden, die Einladung zum "Schallterfest" im Handgepäck, fuhr zum rpv-Studio nach Erdberg in die Göllnerg. 8. Drinnen bot sich ein fröhliches Gemenge aus mehr oder minder solid gekleideten Plattenbossen, Agenturmanagern, Zeitungsreportern, besoffenen ORF-Redakteuren, die die ebenso zahlreich erschienene, hingegen aber unordentlich bekleidete Jugend in emsige Verkaufsgespräche verwickelte.

  Was war nun der Grund des Treffens? Eberhard Forcher und Rudi Nemecek, beide selbst Musiker, die Begründer des "Schallterlabels", präsentierten die ersten sechs Platten, die der jungen Liebesehe mit der großen Schwester "Bella Ariola" entsprungen waren. Es handelte sich dabei um Produkte von Tom Pettings Herzattacken (Eberhard Forchers Band), Minisex (Rudi Nemeceks Gruppe), Hallucination Company, Rosachrom, Leider keine Millionäre und Hansi Lang. Alle aufgezählten Bands sollten die ohnehin fröhlich angeregte Stimmung durch kurze Livekostproben aus dem neuen Repertoire zusätzlich positiv beleben. Was dann auch mühelos gelang.


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