Debatte, ja bitte!

Vorwort | ARMIN THURNHER | aus FALTER 11/02 vom 13.03.2002

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT. Endlich: Der Mediamil-Komplex debattiert über Medienmacht. Leider mit nicht ganz adäquaten Mitteln. 

Das ist wahre Medienmacht! Noch ehe der Bericht erschienen ist, hebt bereits eine Debatten über ihn an. Die Rede ist nicht von jenem einigermaßen alltäglichen Vorgang, bei dem Betroffene zu verhindern versuchen, dass ein für sie unangenehmes Thema erwähnt wird. Ein guter Teil des öffentlichen Wesens bleibt aus diesen Gründen ja unöffentlich, erscheint nicht, und bleibt dem Publikum naturgemäß verborgen. Diese Art von Journalismus machte Imre Bekessy, den Verleger des Revolverblatts Die Stunde, in den Zwanzigerjahren zum Millionär, ehe ihn Karl Kraus mit dem Ruf "Hinaus aus Wien mit dem Schuft" vertrieb.

Dem Bekessy-Journalismus geht es gut, er lebt in modernisierter Form mitten unter uns und ist lebendiger, als man glauben möchte. Ich rede nicht von ihm. Ich rede von einem Artikel des Spiegel, der mehr oder weniger mächtige Wellen wirft, obwohl er


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