Benes und kein Ende

Vorwort | NIKLAS PERZI | aus FALTER 11/02 vom 13.03.2002

KOMMENTAR. Nach 55 Jahren muss man über die Vertreibung der Sudetendeutschen diskutieren können. 

Raimund Löw warnt im Falter 10/02 vor der Europäisierung des Konfliktes durch einen Flächenbrand des Aufrechnens und weist darauf hin, dass Deutsche 1945 auch aus Pommern und Preußen, Gebieten also, die heute zu Polen und Russland gehören, vertrieben worden sind. Löw hat Recht, der Vergleich hinkt trotzdem. Polen verlor 1945 Gebiete im Osten an die Sowjetunion und wurde dafür mit deutschem Reichsgebiet entschädigt. Deutschland verzichtete mit der Wiedervereinigung endgültig auf dieses, die Vertriebenenverbände gehören, nach kurzem Murren, heute zu den eifrigsten Werbern der polnischen EU-Integration. Mit antideutscher Stimmungsmache sind heute in Polen keine Wahlen mehr zu gewinnen, und dies angesichts der Tatsache, dass die Polen zu den am meisten betroffenen Völkern des antislawischen Nazi-Vernichtungskrieges gehörten. Die historische Rollenverteilung zwischen Gut und Böse


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