DOLM DER WOCHE: B. Ferrero-Waldner

Politik | aus FALTER 11/02 vom 13.03.2002

Schon wieder Ösi-Alarm in New York. Zuerst sorgt Haiders Besuch beim irakischen Diktator Hussein für Aufregung, nun erklärt der österreichische UN-Botschafter, dass Österreich sich aus UN-Missionen zurückziehen könnte, weil gegen einen österreichischen UN-Soldaten wegen Folterverdachts ermittelt wird. Und wer hat von alldem nichts gewusst? Die Außenministerin. Von der Bagdad-Reise hatte sie aus dem Fernsehen erfahren und fand es dann nicht einmal nötig, vom Kärntner Landeshauptmann einen Bericht zu verlangen. War ja nur eine Privatreise. Den Brief an die UNO hat es laut Ferrero-Waldner zuerst nicht gegeben, dann nicht in dieser Art gegeben und jetzt ist er einfach anders gemeint. Früher wusste Ferrero-Waldner sofort, was Sache ist: Als österreichische Mitglieder der Volxtheaterkarawane in Italien verhaftet wurden, erklärte die Außenministerin: "Die sind eh einschlägig vorgemerkt!" Sie ist es mittlerweile auch.


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