Sprache der Technokraten

Politik | WENDELIN SCHMIDT-DENGLER | aus FALTER 11/02 vom 13.03.2002

UNIREFORM. Die Politiker sprechen bei der Reform der Hochschulen von Weltklasseunis, Effizienz, Rückbau der Bürokratie, Internationalismus und Orchideenfächern. Was sagt das über die demokratische Verfasstheit eines Landes aus? 

Es fällt mir schwer, die Debatte um die Universitätsreform aus dem Zusammenhang mit dem öffentlichen Umgang mit Worten - nicht nur in den letzten Tagen - herauszunehmen, mit einem Sprachgebrauch, der mir nicht nur degoutant zu sein scheint, sondern sogar bedrohlich und das Ansehen Österreichs im Ausland - mit Grund - gefährdet. Um das Ansehen Österreichs geht es auch in der Debatte um die Reform der Universität, und jene, die um das Ansehen der Universität im Ausland besorgt sind und deren Reform - mit gutem Grund - wünschen und betreiben, sollten auch um diesen Sprachgebrauch besorgt sein und ihn nicht tolerieren; was dem Renommee Österreichs in dieser Hinsicht zugefügt wurde, ist so bald nicht reparabel.

  Schon der Zeitbegriff befremdet: Das


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