Schöne Aussicht

Politik | EVA WEISSENBERGER und NINA WEISSENSTEINER | aus FALTER 11/02 vom 13.03.2002

PORTRÄT. Von der Kärntner Wirtstochter zur pragmatischen Sachpolitikerin und neuen Vorzeigefrau der grünen Realos: Am Freitag wird Eva Glawischnig zur Nummer zwei hinter Alexander Van der Bellen gewählt.

Lächeln, Zuhören, Hackbrett spielen. Und immer schön freundlich sein zu den Gästen. Die anderen Kinder amüsierten sich in den Sommerferien unten am Millstätter See. Die Glawischnigs mussten Erdäpfel setzen, Heu treten und im Wirtshaus Truthahnschnitzel servieren. Die gemeinsame Leidenschaft der Familie war die Musik. Mit 18 Jahren schaffte es Eva Glawischnig als Keyboarderin und Backgroundsängerin mit der Nummer "Gelati" sogar auf Platz zehn der Ö3-Hitparade. Die Arbeit im Gasthaus Zur schönen Aussicht ging aber immer vor, Tagespolitik war kein Thema. Auch die Vergangenheit der Großeltern nicht: Die Großmutter war in der Nazizeit BDM-Führerin, der Großvater steht im Handbuch des Rechtsextremismus. Eva Glawischnig sagt: "Trotzdem hab ich sie gern. Aber politisch stehe ich


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