Bank ohne Kontrolle?

Politik | NINA HORACZEK | aus FALTER 11/02 vom 13.03.2002

WIRTSCHAFT. Seit Jahren unterstützt Österreichs Kontrollbank Projekte in Entwicklungsländern mit Steuergeldern. Ob dabei Menschenrechte verletzt werden, erfährt die Öffentlichkeit allerdings nicht. Vieles deutet jedoch darauf hin. 

Das Böse sitzt wieder einmal mitten im Zentrum. In einem herrschaftlichen Altbau direkt Am Hof. Das personifizierte Böse sieht aber gar nicht so böse aus. Mit einem Lächeln im Gesicht und einem Stapel Flugblätter über die bösen Machenschaften seiner Bank unter dem Arm betritt Rudolf Scholten, ehemaliger SP-Minister und seit 1997 Vorstandsmitglied der Österreichischen Kontrollbank (OeKB), das Sitzungszimmer. "Ich habe Verständnis für die Anliegen der NGOs", erklärt Scholten (Interview siehe Kasten). Die Nichtregierungsorganisationen (NGOs) von World Wildlife Found (WWF) über Greenpeace bis zur österreichischen Bischofskonferenz sind weniger gut gelaunt. Sie ärgern sich seit Jahren darüber, dass die Kontrollbank im Namen der Republik Geschäfte


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