Kommentar: Braucht Wien einen frauenraum?

Kultur | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 11/02 vom 13.03.2002

Der Traum der Frauen von einem eigenen Theater scheint ausgeträumt: Der kosmos.frauenraum hat Konkurs angemeldet (siehe Bericht auf Seite 16). Bis zum Sommer soll in dem zum Kulturzentrum umgebauten Kino in der Siebensterngasse noch gesungen, gespielt und getanzt werden, dann werden im kosmos vielleicht für immer die Lichter ausgehen.

Mit Sit-ins in Politikerbüros und markigen Presseaussendungen ist es dem kosmos-Team um Barbara Klein in den vergangenen Tagen wieder einmal gelungen, von sich reden zu machen. Genau wie vor fünf Jahren, als die wilden Frauen das Rondell besetzten und so lange vor dem Bundeskanzleramt campierten, bis der damalige Kunststaatssekretär Peter Wittmann die Nerven verlor und sich - gemeinsam mit dem Frauenministerium und mehreren Wiener Magistratsabteilungen - bereit erklärte, die Kosten für den Umbau des Kosmos-Kinos in einen frauenraum zu finanzieren.

Das Problem von Klein & Konsortinnen besteht darin, dass es ihnen in den knapp zwei Jahren, die der kosmos.frauen


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