Vom Rhythmus besessen

Kultur | MICHAEL OMASTA | aus FALTER 11/02 vom 13.03.2002

FILM. Martina KudlácÇeks exzellente Dokumentation "In the Mirror of Maya Deren" verleiht der Ikone der Film-Avantgarde eine Stimme und holt Deren aus dem Reich der Toten zurück. 

"Denn das Kino besteht vor allem aus dem Blick der Magie, der das Wunderbare entwirft und entdeckt, was immer er anschaut."

Maya Deren

Maya Deren, geboren im Revolutionsjahr 1917 in Kiew, gestorben 1961 in New York, hat zeit ihres Lebens lediglich sechs Arbeiten vollendet: 75 Minuten Film, alles in allem, die das Kino revolutionierten.

  Ihr erstes und berühmtestes Werk, "Meshes of the Afternoon", datiert von 1943, entstand in Zusammenarbeit mit ihrem damaligen Ehemann, dem aus der Tschechoslowakei emigrierten Kameraoperateur und Fotografen Alexander Hackenschmied (Hammid), und war eigentlich nur als Home-Movie gedacht. Inwieweit dieser Film dazu beigetragen hat, dass Hollywood bereits in den Vierzigern die Psychoanalyse für sich entdeckte, ist durchaus fraglich; dass Regisseure wie David Lynch von ihm geprägt


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