Hype und Hypertext

SEBASTIAN FASTHUBER | Kultur | aus FALTER 11/02 vom 13.03.2002

LITERATUR. Die Literaturwissenschaftlerin Christine Böhler schafft in ihrem Buch "Literatur im Netz" Klarheit über Themen, die dem Feuilleton noch immer ziemlich fremd sind. 

Die Räumlichkeiten von Christine Böhlers Kleinstbetrieb "Literatur und Medien" haben nichts mit den Bildern cooler Menschen in nüchternem Designer-Ambiente gemein, die bunte Zeitschriften ihren Lesern gern als Arbeitsrealität im Bereich neuer Medien vergaukeln. Böhlers Büro besteht aus einem einzigen Zimmer, in dem keineswegs rege Geschäftigkeit herrscht. Kein Wunder, ist die Literaturwissenschaftlerin und Spezialistin in Sachen Literatur und Internet doch ganz allein für "Literatur und Medien" zuständig.

  Zudem ist Literatur wirklich der letzte Bereich, mit dem sich im Internet Geld verdienen lässt, wie Böhler ausführt: "Reich wird man nur, wenn man einen Bestseller geschrieben hat. Alles andere ist immer ein Hungerbrot. Das ändert sich auch im Internet nicht. Und gerade in der Netzliteratur gibt

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