DAS BUCH ZUM FRISEUR: "Verrutschte Philosophen und Stotterer"

Stadtleben | WOLFGANG PATERNO | aus FALTER 11/02 vom 13.03.2002

Friseure und Friseurinnen reden gemeinhin viel und ausgiebig. Das war so in Lars Gustafssons kurzem Roman "Windy erzählt" (1999), in dem die Friseurin Windy ihrer Kundschaft gleichsam den Hinterkopf mit ihrer schneidigen Stimme rasierte.

  Das ist auch so beim Münchner Promi-Figaro Gerhard Meir, der sich erst jüngst als heimlicher Dichter zu erkennen gab und den Roman "Der Salon" vorlegte. Meir handelt jeden Freitag im Magazin der Süddeutschen Zeitung in einer Kolumne wortreich über die "Warenwelt": Dabei vergibt Meir für Produkte, die niemand braucht, auf einer "Genussskala von null bis zwölf" Punkte.

  Maximal vier Genusspunkte können nun für den neuesten Roman aus der Welt der Haarkünstler vergeben werden. Über die Seiten von "Mozarts Friseur" von Wolf Wondratschek, 59, geistern allerhand kuriose Gestalten, den einzigen Schauplatz des Romans - eine Haarschneiderei in der Griechengasse, ein "orientalischer Bazar, getarnt als Friseursalon" - bevölkern "verrutschte Philosophen,


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