Der Sauhaufen

Stadtleben | JULIA ORTNER | aus FALTER 11/02 vom 13.03.2002

WIEN-MITTE. Bürgerinitiativen, Zeitungskampagnen, Beschwerden beim Verfassungsgerichtshof: Auch damit wird das Hochhausprojekt über dem Landstraßer Bahnhof nicht mehr verhindert werden können. 

Ein Sauhaufen", sagt der Bürgermeister. "Eine Räuberhöhle" nennen es die Freiheitlichen. "Schandfleck", und das mitten in der Stadt, wird die Überbauung auch gerne genannt - seit mehr als einem Jahrzehnt. Alte Betonklötze, verhüttelt, baufällig und eng für die 110.000 Menschen, die hier täglich durchkommen: Dass Wien-Mitte, der meistfrequentierte Bahnhof der Stadt, den Charme eines desolaten Ostblock-Baus hat - zumindest darin scheinen sich alle Parteien einig zu sein. Nur dass die Investoren von B.A.I (Bank Austria Immobilien) und IPF (Internationale Projektfinanz) hier über dem vergammelten Landstraßer Bahnhof mit vier Hochhäusern ein modernes Freizeit- und Einkaufszentrum mit Luxushotel und Büros errichten wollen, insgesamt 80.000 Quadratmeter Nutzfläche - daran stoßen sich


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