StadtMensch

Stadtleben | aus FALTER 11/02 vom 13.03.2002

"Wenn ich reise, dann möchte ich ein bisschen bei den Leuten bleiben", sagt Ingrid Strasser, 61. Seit ihrer Pensionierung ist die OP-Schwester für "Ärzte ohne Grenzen" im Einsatz, kommt herum in der Welt und bleibt "ein bisschen" bei den Leuten. Gerade ist sie aus Afghanistan zurückgekehrt - ihrem sechsten Einsatz für die Hilfsorganisation. In Kabul hat sie drei Monate lang den Wiederaufbau eines Krankenhauses mitorganisiert. Zuvor hat sie im Kosovo und mehrmals in Sri Lanka geholfen. Strasser kennt die Gefahren in den Krisenregionen und weiß damit umzugehen: "Wenn ich nicht bereit bin, im Leben ein bestimmtes persönliches Risiko einzugehen, dann kann ich nicht leben." Wenn man sich an die Vorschriften halte und eine gewisse Selbstverantwortung habe, dann passiere nichts, sagt sie. Wann der nächste Einsatz sein wird, weiß sie noch nicht. Aber: "Es kann jederzeit das Telefon läuten." Infos: www.aerzte-ohne-grenzen.at C. W. /


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