Morgenland der Medien


ARMIN THURNHER
Vorwort | aus FALTER 12/02 vom 20.03.2002

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT. Die "Krone" im Basar der Weltpolitik, Dichand und der News Verlag in rechtlicher Bedrängnis.

Schon wieder ist eine Woche ins Land gegangen; schon wieder ist kein Spiegel-Bericht über Österreichs Medienlandschaft erschienen; kein müder Medienjournalist schreibt mehr drüber. Die Zeit vergeht, aus den Fellner-Heften fallen die Gutscheine, News verspricht uns wie alle halben Jahre den neuen Top-Sex, nein, diesmal den "Weg zum besten Sex". Egal. Das Magazin Format erscheint am Freitag, was den Freitag nicht voller, aber den Montag irgendwie leerer wirken lässt, und auf dem Titelblatt der Kronen Zeitung sieht man neuerdings Machthaber aus dem Abendland mit Potentaten aus dem Morgenland posieren. Am Freitag Herrn Seinitz, den Außenminister der Krone mit Herrn Khatami, der im schönen Iran die eine oder andere Steinigung billigend in Kauf nimmt, was naturgemäß unter zivilisierten Häuptern kein Gesprächsthema sein kann. Die fette, farbige Bildzeile lautete: "Irans

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