Wendepunkt in Nahost

Vorwort | RAIMUND LÖW | aus FALTER 12/02 vom 20.03.2002

AUSLAND. Ein israelischer Politologe analysiert: Arafat verliert die Schlacht, Israel den Krieg. 

Die Vorstöße der israelischen Streitkräfte selbst in die kämpferischsten Flüchtlingslager bei Ramallah und in Gaza waren der letzte dramatische Beweis für die fast völlige militärische Ohnmacht der palästinensischen Seite. Kaum ein Gebäude der Palästinensischen Autonomiebehörde, das nicht gleich mehrmals zerstört wurde. Das Gefühl der Hilflosigkeit gegenüber der Übermacht hochmoderner Apache-Helikopter, F-16-Kampfflugzeuge und Panzer schlägt unter den Palästinensern um in wachsende Zustimmung zu den blutigen Selbstmordanschlägen.

  Doch was von außen gesehen als sinnloser Zyklus von Gewalt erscheint, so der israelische Friedensaktivist und prominente Querdenker Gershon Baskin, habe aus der Perspektive der Akteure eine klare Logik: Jede Seite versucht der anderen Seite so viele Schmerzen zuzufügen, dass die innere Geschlossenheit der Gesellschaft bricht und die Führung


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