Befremdlicher Alltag

Politik | NINA HORACZEK | aus FALTER 12/02 vom 20.03.2002

RASSISMUS. Der neue "Rassismus Report" zeigt einmal mehr, dass Diskriminierung zum Alltag von Migranten in Österreich gehört.

Herr A., der einen arabischen Nachnamen hat, bewirbt sich per E-Mail bei einer IT-Firma und kriegt postwendend ein Antwortschreiben: "Fuck up crazy moslem, go to afghanistan and die." Herr K. wiederum, ein Österreicher indischer Abstammung, wird vor den Augen seiner Kinder am Platz der Menschenrechte in Wiener Neustadt von der Polizei brutal aus dem Auto gezerrt, gefesselt und verhaftet, weil die Beamten vermuteten, es handle sich um illegale Einwanderer. Herr O. unterschreibt ein Mietanbot, bekommt die Wohnung aber nicht. Der Vermieter begründet seine Ablehnung damit, dass seine Frau eine Vorliebe für dunkelhäutige Männer habe und er befürchte, dass O. "in ihrem Bett landen" würde.

Drei von dreihundert Fällen, die der Verein ZARA (Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit) gemeinsam mit anderen NGOs im aktuellen "Rassismus Report" dokumentiert. Und sicherlich


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