Wunder von nebenan

Kultur | PETRA RATHMANNER | aus FALTER 12/02 vom 20.03.2002

THEATER. Der deutsche Dramatiker Roland Schimmelpfennig ist mit verträumten Großstadtmärchen bekannt geworden. In Wien läuft jetzt sein neues Stück "Push up 1-3", das vom verklemmten Triebleben in Großraumbüros erzählt. 

Sehr wenige Menschen, die ich kenne, kommen von der Arbeit nach Hause und sind glücklich. Fast jeder klagt über Konkurrenz, ist unzufrieden, fühlt sich angegriffen und meint, sich behaupten zu müssen", sagt der deutsche Dramatiker Roland Schimmelpfennig und saugt an seiner Zigarette. "Darüber wollte ich schreiben. Mich hat die unglaubliche Energie interessiert, mit der sich die Leute im Arbeitsleben fertig machen." So ist "Push up 1-3" entstanden.

  In drei Episoden tragen Arbeitskollegen in "einem großen Konzern" ihre Büroduelle aus. Mit scharfen Dialogen zwingen die Angestellten einander in die Knie. Der Interessenkonflikt liegt offen: Es geht um den nächsten Karrieresprung; wer verliert, muss den Schreibtisch räumen. Krass zeichnet Schimmelpfennig


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