Lone Star Heimweh

Kultur | ROBERT ROTIFER | aus FALTER 12/02 vom 20.03.2002

MUSIK. Erst zwei selbst geschriebene Songs - und doch wird Norah Jones bereits mit Joni Mitchell verglichen. Und sie kann es sich leisten, den Namen ihres berühmten Vaters zu verschweigen. 

Es ist beruhigend festzustellen, dass die 22-jährige Norah Jones in Wirklichkeit keineswegs so aussieht wie auf den Pressefotos. Die zeigen sie nämlich als eine jener perfekten Kreaturen, die den Klonlabors der amerikanischen Mainstream-Unterhalter zu entspringen pflegen. Die wahre Norah Jones trägt schwarze Hornbrillen und verbeulte Hosen und sieht aus wie das, was sie eigentlich ist, nämlich die Absolventin eines texanischen Jazz-College mit erfolgreichen Abschlüssen in Klavier und Gesang. Gut, es ist nicht irgendein College. Eine ihrer Mitschülerinnen war Nu-Classic-Soul-Star Erykah Badu, und die jungen Leute, die dort mit ihren Büchern unterm Arm durch die Gänge liefen, hörten in ihren Walkmans Billie Holiday statt HipHop und Lionel Hampton statt Limp Bizkit. Jones' Umzug nach New York


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