OHREN AUF! Cowboys in Oslo

Kultur | GERHARD STÖGER | aus FALTER 12/02 vom 20.03.2002

Die ersten Worte des Eröffnungsstückes "The Cool Song" auf "I'm Coming Home" (City Slang / Virgin), dem Zweitlingswerk von Thomas Hansen alias St Thomas, lauten: "I've never seen a Cowboy before". Kein Wunder, war der geheiligte Mittzwanziger mit der markanten Stimme, die an Neil Young mit akutem Harndrang denken lässt, bislang doch als Briefträger in Oslo tätig. Nun hat er die große schwarze Tasche gegen eine Wandergitarre eingetauscht, um die Welt mit ansprechenden Vertonungen postadoleszenter Larmoyanz zu erobern - und eventuell doch endlich einen Cowboy zu treffen.

Keinen Mangel an derartigen Begegnungen dürfte der ewig unberechenbare Wüstenfuchs Howe Gelb haben. Ebenso legendär für sein Songwriting als Kopf von Giant Sand wie für seine störrische Verweigerungshaltung bei Liveauftritten, äußerte sich Gelbs Unberechenbarkeit in den letzten Jahren durch einen sprunghaft gestiegenen Output. Nun hat er mit seiner Stammformation das höchst ansprechende Album "Cover Magazine"


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