Im März der Merz

NICOLE SCHEYERER | Kultur | aus FALTER 12/02 vom 20.03.2002

KUNST. Erstmals ist in Wien eine große Retrospektive des Dadaisten Kurt Schwitters zu sehen. Auch der sagenumwobene "Merzbau" kann im Kunstforum besucht werden. 

"Meine süße Puppe.

Mir ist alles schnuppe,

Wenn ich meine Schnauze

Auf die Deine - bautze."

Kurt Schwitters, 1944

Kurt Schwitters ist ein gänzlich unerotischer Künstler (...) Der Merz-Gedanke ist ein zutiefst einsamer", schreibt Kunstforum-Chefin Ingried Brugger im Katalog zur aktuellen Schau. So eine Aussage muss jeden verwundern, der auch nur Schwitters' berühmtestes, witzig-anzügliches Gedicht "An Anna Blume" kennt; sie macht aber auch die Probleme mit der Einschätzung eines Künstlers deutlich, die schon zu Lebzeiten vom Spießer als bemühten Avantgardisten bis zum Bürgerschreck und Visionär reichten. In Deutschland stellte vor zwei Jahren die ausgezeichnete Retrospektive "Aller Anfang ist Merz - Von Kurt Schwitters bis heute" das Werk des Hannoveraners in einen Dialog mit Arbeiten von Daniel Spoerri, Robert Rauschenberg,

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