Stadtrand: Scheine sind Schweine

Stadtleben | aus FALTER 12/02 vom 20.03.2002

"Hast du ein paar Schilling für mich?" Es gibt Schnorrer, die haben tatsächlich noch nicht mitbekommen, dass Schillinge und Groschen aus sind, und beten ihr Mantra ums Kleingeld unbeirrt weiter. Dann wiederum gibt es solche, die bitten dich gleich um "ein paar Euro". Ebenfalls Probleme in Sachen Größenordnung dürften die Her- und Aufsteller von Bankomaten haben, jenen Anlaufstellen, die von Menschen mit (mehr oder weniger) Geld angeschnorrt werden - um ein paar Scheine. Aber Scheine sind Schweine, und Bankomaten können zurzeit offenbar nur Scheine zu zehn und zu hundert Euro ausspucken. Und weil hundert Euro eine ganze Menge Geld sind, heben die meisten Kunden wahrscheinlich lieber kleinere Euro-Beträge ab. Was dann wiederum zur Folge hat, dass die Zehner recht häufig aus sind und es nur noch Hunderter gibt. Wer dann - besonders im Einzugsgebiet des jeweiligen Bankomaten - mit Großgeld bezahlen möchte, dem kann es passieren, dass es kein Wechselgeld mehr gibt, weil kleine Scheine halt Schweine und leider aus sind. Also bitte: Wann dürfen wir am Bankomaten endlich auch Summen unter hundert Euro holen, ohne ausschließlich Zehner zu bekommen? Gibt es überhaupt Euro-Fünfziger? C. W.


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