Sideorders: In der Küche

Stadtleben | aus FALTER 12/02 vom 20.03.2002

Die Schauküche ist mittlerweile fixer Bestandteil der modernen Szenegastronomie, wobei man da natürlich immer nur die saubere und showmäßig umzumünzende Hälfte sieht, der unattraktive Rest wird hinten erledigt. Besonders stimmungsvoll kommen Wok- und Kurzbratgeschichten, denn da zischts und brutzelts. Gut zuschauen kann man in Wien zum Beispiel hier:

Kim kocht, 9., Lustkandlg. 6, Tel. 319 02 42, Mo-Fr 18-24 Uhr.

Einer der kleinsten, der wahrscheinlich zur Zeit beste, mit Sicherheit aber der momentan gebuchteste Asiate der Stadt: Sohyi Kim kocht in ihrer One-Woman-Küche mitten im Lokal, dass es nur so eine Freude ist.

Osteria No. Uno, 7., Burgg. 25, Tel. 526 03 57, Di-Sa 18-24 Uhr.

Winzig auch dieses Lokal, mit leicht studentischer Anmutung, vielen Weinen und direktem Einblick in die Küche. Kommunikation kann und soll stattfinden.

Shanghai, 4., Margaretenstr. 11, Tel. 587 13 10, tägl. 11.30-14.30, 18-23.30 Uhr.

Zwar nicht hip, aber dafür gut, frisch und authentisch. Besonders was da aus dem Naschmarktgemüse gebrutzelt wird, ist toll.

Konoba, 8., Lerchenfelder Str. 66-68, Tel. 929 41 11, Mo-Fr 11-14, Mo-Sa 18-24 Uhr.

Der jüngste Dalmatiner der Stadt, mit weitgehend kitschbefreiter Anmutung und einer Brutzelküche mitten im Lokal: Knoblauch auf meiner Haut!

Do An, 4., Naschmarkt Stand 412, Tel. 586 47 15, Mo-Sa 8-22 Uhr.

Wer noch immer nicht weiß, wie man den "Exotik"-Salat mit Avocado und Huhn jetzt eigentlich macht, muss nur zusehen. It happens just next to you.

Kellerei Enrico Panigl, Kellerei Enrico Panigl, 8., Josefstädter Str. 91, Tel. 406 52 18, tägl. 17.30-1.30 Uhr.

Das wunderschöne Lokal mit fallweise außerordentlich guter Küche ist auch Pionier des Küchentisches: Mit Glück sitzt man direkt neben dem Ort des Geschehens.


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