Feldstudien am Objekt Gast

Stadtleben | FLORIAN HOLZER | aus FALTER 12/02 vom 20.03.2002

NEUES LOKAL. Und wieder machte in Margareten ein Soziologe ein Beisl auf, in dem nun spanisch-marokkanisch-wienerisch-innereiig gekocht wird.

Auf die Frage, wie er denn auf die Idee gekommen sei, ein Lokal aufzumachen, muss Erich Kramer nicht besonders lange nachdenken: "Es war eine blöde Idee", meint er nicht ganz unironisch, schießt dann aber nach, dass er eigentlich immer schon leidenschaftlich gekocht und im Laufe der Jahre und in diversen Restaurants auch ein bisschen mitbekommen habe, wie man nicht nur zwei, sondern auch zwanzig Portionen zubereitet.

Eigentlich ist Erich Kramer ja Soziologe, was insofern ein klein wenig kurios ist, da nur ein paar hundert Meter von seinem Kramer & Gutiérrez vor zwei Jahren die Soziologin Traude Horvath ihr Horvath eröffnete und Schlossquadrat-Wirt Stephan Gergely zwar Chemie studierte, aber sechs Jahre Wissenschaftsjournalismus auf der Publizistik lehrte. Aber so fern seien sich Soziologie und Gastronomie gar nicht, meint Kramer, "ich betreibe


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