Mit den Augen hören

Stadtleben | PETRA RATHMANNER | aus FALTER 12/02 vom 20.03.2002

THEATER. Ein Festival bringt gehörlose Schauspieler und etwas andere Theaterrituale nach Wien. 

Aufgekratzte Stimmung im Foyer des Theaters des Augenblicks, fröhliches Geplauder und breites Grinsen. Zu hören ist aber weder ein Gekicher noch ein Gemurmel. Dafür sieht man Hände, die blitzschnell immer neue Formen in die Luft zeichnen. Was ist hier los?

  Das internationale Gehörlosentheaterfestival versammelt hörende und gehörlose Bühnenkünstler bereits zum dritten Mal in Wien. Gruppen aus insgesamt acht Ländern wurden vom Verein ARBOS eingeladen, darunter auch eine Truppe mit internationaler Besetzung, und ARBOS zeigt zwei eigene Produktionen. "Das Theater ist das geeignetste Mittel, die Missverständnisse in der hörenden Gesellschaft abzubauen", übersetzt eine Dolmetscherin die Gebärdensprache von Horst Dittrich, der 1993 "ARBOS - Gesellschaft für Musik und Theater" gründete. "Es geht darum, dass Hörende sich mit der Gebärdensprache, der Muttersprache der Gehörlosen


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