Reform des Grauens

ANITA WEINBERGER | Vorwort | aus FALTER 13/02 vom 27.03.2002

KOMMENTAR. Gehrers "Autonomie" bringt den Unis neue Abhängigkeiten und ist demokratiefeindlich. 

Mit dem Entwurf für ein Universitätsgesetz hat die Regierung die Befürchtungen der Kritiker wahr werden lassen. Massiver Abbau der Mitbestimmung von Studierenden und universitärem Mittelbau, Zentralisierung und Verschlechterungen im Studienrecht sind nur drei Aspekte einer Unireform, die offenbar unter dem von Bildungsministerin Elisabeth Gehrer postulierten Motto "Demokratie ist kein Wert an sich" steht.

  Schon die "offene Planung" auf dem Weg zum neuen Gesetzesentwurf war allenfalls ein Täuschungsmanöver. Parlamentarische Enquete, Großbesprechungen im Ministerium, zu denen Ministerin Gehrer oft gar nicht erst erschien, 240 großteils sehr kritische Stellungnahmen verschiedenster Organisationen in- und außerhalb der Universität haben den Vorschlag, mit dem im August 2001 schon relativ genaue Ausformungen der Universitätsreform sichtbar wurden, kaum verändert. Von winzigen Details

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