"Wir wurden nur behindert"

Politik | FLORIAN KLENK | aus FALTER 13/02 vom 27.03.2002

STRAFJUSTIZ. Georg Zanger, Anwalt der Familie Omofuma, legt sein Mandat überraschend nieder. Im "Falter" resümiert er über das befremdende Verhalten der Politiker, das Zaudern der Justiz und Einschüchterungen seitens der Polizei. 

Der Anwalt mit der roten Brille will nicht mehr. Nach internen Querelen mit NGOs, die nun einen zweiten Anwalt für die Familie Omofumas bestellt hatten, schmiss Georg Zanger sein Mandat nach drei Jahren überraschend hin. Er wird im Omofuma-Prozess nicht mehr tätig sein. Im Falter resümiert Zanger nun den skandalösen Umgang der Republik mit dem Fall des getöteten Schubhäftlings und übt harte Kritik an der Behandlung der Opfer durch die Republik.

Falter: Herr Dr. Zanger, es wurde ein zweiter Anwalt für die Hinterbliebenen Omofumas bestellt. Nun legen Sie Ihr Mandat zurück. Sind Sie beleidigt?

Georg Zanger: Ein Spieler, der 88 Minuten gespielt und drei Tore geschossen hat, hat das Spiel schon entschieden. Er kann nicht beleidigt werden. Der, der ihn


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