Nie wieder cool!

Kultur | ROBERT ROTIFER | aus FALTER 13/02 vom 27.03.2002

MUSIK. Die Pet Shop Boys gehören zu den letzten Überlebenden aus der goldenen Ära des Britpop. Das Erscheinen ihres neuen Albums nützen sie zu einem Frontalangriff auf den ideenlosen Mainstream von heute. 

Die Abbey Road in St. John's Wood, Nordlondon, ist nicht bloß eine Straße, deren Zebrastreifen in überdurchschnittlich hoher Frequenz von pilzköpfigen Japanern gequert wird. Für die Musikindustrie des Vereinten Königreichs ist das dort gelegene Studio eine Art Graceland des britischen Pop, Schrein einer längst verblichenen Ära der Weltherrschaft über die Hitparaden. Umso mehr fällt es daher auf, wenn sich - abgesehen von der regelmäßig überpinselten Beatles-Graffiti an der Gartenmauer - ein Detail an diesem geschichtsträchtigen Gebäude verändert hat. Tatsächlich: Ganz stillschweigend muss da irgendjemand über Nacht das große EMI-Schild über dem Eingang entfernt haben. Die mit ungläubiger Skepsis kolportierten Gerüchte, wonach das letzte große britische Major-Label


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