DIE EMI-KRISE: "Ein historisches Tief"

Kultur | aus FALTER 13/02 vom 27.03.2002

Neil Tennants Kritik am Zustand der britischen Popmusik bezieht sich mehr auf eine kreative als auf eine kommerzielle Krise. Wer die Gesundheit des Musikbusiness im Mutterland des Pop nach rein ökonomischen Maßstäben beurteilt, stößt auf ein widersprüchliches Bild.

  Nach dem letztjährigen Erfolg der aus Australien importierten (und auch in Deutschland erfolgreichen) realen Pop-Seifenoper "Popstars" hat eine artverwandte TV-Show namens "Pop Idol" für noch spektakulärere Verkaufserfolge gesorgt. Will Young, der Gewinner dieser nach "Big Brother"-Prinzip abgehaltenen Talentesuche, hat nach drei Wochen bereits 1,5 Millionen Exemplare seiner blutleeren Debüt-Single "Anything Is Possible" abgesetzt, dicht gefolgt vom wegen Stimmbandproblem vorzeitig aus dem Bewerb ausgeschiedenen Gareth Gates, dessen Coverversion von "Unchained Melody" dank des Mitleidseffekts auf Anhieb 1,3 Millionen Vorbestellungen verbuchen konnte.

  Genau die Suche nach Jackpots dieser Größe ist es allerdings


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