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Kultur | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 13/02 vom 27.03.2002

So sehr ich das Werk vieler zeitgenössischer Künstler schätze, so verzehre ich mich doch oft nach Musik, die vor meiner Zeit entstanden ist." Für Eric Hilton, der gemeinsam mit Rob Garza die amerikanische Dance-Floor-Formation Thievery Corporation bildet, ist das offenbar bemerkenswert. Gemeinsam haben die beiden nun die Archive geplündert und mit "Sounds from the Verve Hi-Fi" (Verve/Universal) eine Kompilation von 15 Jazz-Stücken zusammengestellt, wie sie Tanzbodenbeschaller gern haben: Perlen oder auch gute Konfektionsware, die zum überwiegenden Teil aus der Sechzigerjahre-Latin-Groove-Abteilung stammt - ein Trend, der von fernöstlichem Kolorit von "The Fakir" (Cal Tjader / Lalo Schifrin) und von Richie Havens' "Something Else Again" (Sitar galore!) konterkariert wird.

Dass Musik cocktailpartykompatibel ist, muss aber noch nicht gegen sie sprechen. Das ziemlich verschlafen einsteigende, sanft näselnde, Richtung Alto tendierende Tenorsaxophon, mit dem die Dieberei-Vereinigung ihr


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