Italienischer Showdown

RAIMUND LÖW / Rom | Vorwort | aus FALTER 14/02 vom 03.04.2002

AUSLAND. Trotz Massenprotesten gegen Berlusconi fehlt der italienischen Linken die Perspektive. 

Zehntausende Demonstranten, Fackeln und Transparente auf der Piazza Navona in Rom, ganz wie in alten Zeiten, so scheint es auf den ersten Blick. "Gegen den Terrorismus, für Demokratie und soziale Sicherheit", steht auf den Transparenten der drei großen Gewerkschaftsverbände. Die Gewerkschaften fühlen sich sichtlich im Aufwind in Italien. Nur wenige Tage nach den Riesendemonstrationen von bis zu drei Millionen im ganzen Land wollen CGIL, CISL und UIL am 16. April das erste Mal seit zwanzig Jahren gegen die Aufweichung des staatlichen Kündigungsschutzes einen Generalstreik wagen.

  Tatsächlich ist auch in der Osterwoche der Zustrom zu den gegen das Aufflammen des Terrorismus der Roten Brigaden gerichteten Gewerkschaftskundgebungen riesig. Die Regierung hat das Ihre zu diesem Erfolg beigetragen, hatten doch mehrere Minister einen Zusammenhang zwischen den Streiks und Demonstrationen der

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