Alle für alle

AGNES SCHULMEISTER | Vorwort | aus FALTER 14/02 vom 03.04.2002

KOMMENTAR. Brauchen Frauen einen Sozialstaat? Was für eine Frage! Sie brauchen ihn umso mehr, als sie geringere Mittel haben. 

Alle Menschen brauchen soziale Sicherheit und individuelle Entfaltungsmöglichkeiten. Dies ist für Frauen, mehr noch als für Männer, eine existenzielle Frage. Denn sie haben im Schnitt geringere eigene Mittel als Männer. Indem der Sozialstaat Risiken, die zum Leben der Menschen gehören, solidarisch absichert und die nötigen Leistungen gesellschaftlich organisiert, wird Not verhindert oder wesentlich vermindert. Angst wird genommen. Ein Sozialstaat ist daher Basis für die Handlungsfreiheit der einzelnen Frauen und Männer.

  Ein Grundprinzip des Sozialstaats ist: Alle gehören dazu; alle tragen, ihrer wirtschaftlichen und sozialen Lage angemessen, zu den Kosten bei; alle erhalten Leistungen und nutzen Einrichtungen, wenn sie diese benötigen. Durch seine solidarische Organisation bringt ein Sozialstaat also Vorteile für alle Frauen und Männer. Verhinderung

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