DOLM DER WOCHE: M. Forstinger

Politik | aus FALTER 14/02 vom 03.04.2002

Einmal gehts dolmmäßig noch. Eigentlich ist die glücklose Ministerin ja von der FPÖ abgezogen worden, weil sie selbst den Blauen zu peinlich wurde. Ihre Hinterlassenschaften werden nun von Prüfern des Infrastrukturministeriums langsam und mit Erstaunen aufgearbeitet. Dabei kam heraus, dass Forstinger nicht nur Stöckelschuherlässe und Minirockverordnungen formuliert, sondern auch ein paar Millionen allzu freihändig vergeben hatte. Wer braucht sich schon an ein Vergabegesetz zu halten, wenn es doch viel unbürokratischer gehen kann? So gab Forstinger in ihrer kurzen Amtszeit für "Coaching", "Medienlobbying" und "Personal Coaching" rund 210.000 Euro (3 Millionen Schilling) aus. Sogar die Pressesprecher, die eigentlich "coachen" sollten, wurden gecoacht. Wer keine Kompetenz hat, muss sie von der Privatwirtschaft teuer einkaufen. Doch dann sollte er sie selbst bezahlen oder zumindest das Gesetz einhalten.


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