"Nicht zum Aushalten"

Politik | ARMIN THURNHER und NINA WEISSENSTEINER | aus FALTER 14/02 vom 03.04.2002

INTERVIEW. Herbert Krejci, langjähriger Generalsekretär der Industriellenvereinigung und Concordia-Preisträger für sein Lebenswerk, über die Verkholung und Verwestenthalerung der Politik, Volksbegehren, Volksabstimmungen und die lasterhaften Nächte im "Auge Gottes". 

Herbert Krejci will zum Interview unbedingt in die Falter-Redaktion kommen. "Es gefällt mir hier", scherzt der fitte 80-Jährige, "so ungefähr muss es auch bei denen ausgesehen haben, die die Oktoberrevolution vorbereitet haben." Demnächst wird der ehemalige Generalsekretär "als kritischer Bürgerlich-Liberaler" (die Jury) den Concordia-Preis für sein Lebenswerk erhalten. In den letzten beiden Jahren hat Krejci die schwarz-blaue Regierung immer wieder heftig kritisiert, noch im Jahr 2000 wurde er als Aufsichtsrat bei der Verbundgesellschaft und der ÖIAG hinausbugsiert.

  In den Achtzigern galt Krejci noch nicht unbedingt als Liberaler: Damals verteidigte er Seite an Seite mit Anton Benya den Bau des Kraftwerkes


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