"Wiederholte Fußtritte"

Politik | FLORIAN KLENK | aus FALTER 14/02 vom 03.04.2002

BUNDESHEER. Brillenverbot, mangelnde medizinische Betreuung, Stockschläge und Nasenrammel in der Gulaschkanone. Der aktuelle Bericht der Bundesheer-Beschwerdekommission liegt vor. 

Die Toiletten von Soldaten sind nicht immer so sauber, wie sich das die Vorgesetzten vorstellen. Weil die Kasernenklos immer wieder von unbekannten Tätern verstopft wurden, befahl ein Sanitätsunteroffizier: "Türen aushängen!" Ab sofort wurden die Geschäfte öffentlich verrichtet. Die derart Bedrängten wandten sich an die parlamentarische Bundesheer-Beschwerdekommission. Und bekamen Recht.

  3000 Anrufe und rund 500 offizielle Beschwerden von Soldaten hatte die Prüfkommission unter dem Vorsitz des freiheitlichen Justizsprechers Harald Ofner vergangenes Jahr zu bearbeiten. Rund sechzig Prozent der Beschwerden waren gerechtfertigt. Vergangenen Freitag stellte die Kommission ihren Bericht vor. Er illustriert Beleidigungen, Schikanen, schlechte Ausrüstung oder hygienische Mängel.

  So drohte ein Vorgesetzter


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