Kommentar Diagonale: Der Ton macht die Musik


MICHAEL OMASTA

Kultur | aus FALTER 14/02 vom 03.04.2002

Von mir aus soll jeder österreichische Film einen Preis kriegen. Es mangelt ihm an Publikum (immer noch) und Geld (mehr denn je): Festivalpreise sind weltweit genug für alle da. Wozu also sich mit "einer unabhängigen Jury" befassen, die jüngst bei der Diagonale, dem Festival des österreichischen Films, die beiden heimischen Spitzenprodukte "nogo" und "Jedermanns Fest" als preiswürdig erachtete? Nur weil sie, meines Erachtens mindestens so unbeleckt wie unabhängig, zweimal voll ins Gulasch gegriffen hat? Ist das nicht das gute Recht einer jeden Jury?

Schön, der als feierlicher Abschluss des Festivals gedachte Abend entwickelte sich also zum Desaster. So was kann passieren. Unnötig ists trotzdem. Fritz Lehner, der wichtigste Regisseur, den die heimische Fernsehproduktion je hervorgebracht hat, verhöhnt in seiner launigen Dankesrede die anwesenden Kollegen und Kritiker. Sabine Hiebler und Gerhard Ertl, die Macher von "nogo", treten betreten ab; den Preis für ihren Film, eine "Innovative

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