Heimatkunde mit Huscher

KARIN CERNY | Kultur | aus FALTER 14/02 vom 03.04.2002

THEATER. Christian Suchy ist ein großer Einzelgänger unter den Wiener Theatermachern. In seinem neuen Solostück lässt er all die seltsamen Einzelgänger aus seinen bisherigen Arbeiten aufeinander treffen. 

Prinz Hamlet hat sich gar nicht verändert: Er ist noch immer eine ängstlich wimmernde Birne. Da kommt auch schon der blutrünstige Macbeth, ein klapperndes Monster aus Küchengeräten, das einst Tomaten bis aufs Blut gefoltert hat, der Semmelmann tanzt vorbei, und der blade Herr Junak tritt seinen unsichtbaren Dackel und spielt auf dem Akkordeon "Junge, komm bald wieder".

  Christian Suchy ist nicht nur ein großer Einzelgänger und faszinierender Eigenbrötler unter den heimischen Theatermachern. Er ist auch ein Serientäter, der nur schwer von seinen einstigen Opfern loskommt. Sein neues Solostück "Dackel Taube Kellerassel" versammelt all die schrullig liebenswerten Typen noch einmal, die Suchy in den letzten vier Produktionen (und rund fünf Jahren) erfunden, verkörpert oder

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