Wilder Times

Kultur | MICHAEL OMASTA | aus FALTER 14/02 vom 03.04.2002

BILLY WILDER (1906-2002). Der in Wien aufgewachsene Regisseur gab sich in Hollywood amerikanischer als die Amerikaner. Seine gelungensten Filme aber waren unübersehbar europäisch geprägt. 

Avanti!" Der Titel eines seiner letzten Filme könnte als Motto groß über dem Leben und der Karriere von Billy Wilder stehen. In jungen Jahren muss Billie, wie er damals noch hieß, ein Wirbelwind von einem Mann gewesen sein: Zunächst als Journalist in Wien, dann als Eintänzer in Berlin und schließlich, 1933, als Flüchtling vor den Nationalsozialisten auf dem Weg nach Amerika, Kalifornien, Hollywood, wo er als Drehbuchautor, Regisseur und Produzent bereits zu Lebzeiten zu einer Legende werden sollte.

  Seine einzigartige Karriere, deren Anfänge noch in der Zeit des Stummfilms lagen, währte fast sechs Jahrzehnte lang. Wilder arbeitete unter anderem mit Lilian Harvey und Buster Keaton, Gloria Swanson und Erich von Stroheim, Barbara Stanwyck und Gary Cooper, Liselotte Pulver und James Cagney,


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige