NÜCHTERN BETRACHTET: Krems könnte (noch) mehr aus sich machen

Kultur | aus FALTER 14/02 vom 03.04.2002

Wenn man im Badezimmer des Zimmers 21 im Hotel Goldener Engel neben dem Klo steht, kann man über den Dächern die Bahntrasse sehen, und wenn man Glück hat, kommt gerade ein Zug hinter der Avanti-Tankstelle ins Bild, um sich nach links, Richtung Krankenhaus, zu bewegen, während rechts oben im Hintergrund das Stift Göttweig im Morgennebel des Wachauer Winters steht und Gott eine feste Burg sein lässt. Krems hat aber noch mehr zu bieten. Man kann in der vielleicht schönsten der heimlichen Hauptstädte Niederösterreichs nämlich auch ausgezeichnet essen. Ich zum Beispiel habe dort am 27. März dieses Jahres im Schweinenetz gebratene, gehackte Schweinshaxln ("Zuerst gebraten, dann gehangen, dann gehackt, mit langen Stangen", wird die Herstellung dieses traditionsreichen Kremser Gerichtes in Mozarts "Entführung aus dem Serail" besungen) und resche Bauchfleischscheiben in Begleitung von Linsen und eines Rieslingkrauts, flankiert von diversen Bieren und Schnäpsen, zu mir genommen. Das


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