Stadtrand: Wegfahrsperre

Stadtleben | aus FALTER 14/02 vom 03.04.2002

Beim Billigversorger Hofer gibt es nicht nur Computer, Herrenlederjacken, Stringtangas oder französischen Champagner, sondern - im Zuge der Euroeinführung - auch ganz moderne, piepsende Scannerkassen. Und ganz neu beim Hofer sind jetzt Einkaufswagerln mit eingebauter Wegfahrsperre. Offenbar hat das eher läppische Münzenpfand von maximal zwei Euro uns Kunden nicht davon abhalten können, das Einkaufswagerl nicht nur durchs Geschäft zur Kasse, von der Kasse bis zum Packtisch und dann wieder zum Wagerlparkplatz zu schieben. Vielmehr fuhren wir Einkäufer unsere Lasten gleich bis zur Haustür. Und nicht nur das: Komplette Wohnungsumzüge oder andere Transporte (Kühlschrank, Fernseher, Babys, Erwachsene, Getränkelieferungen) haben wir bereits mit Einkaufswagerln bewerkstelligt. Und das zu Transporterkosten von maximal zwei Euro. Aber damit ist jetzt Schluss! Wird das Wagerl unerlaubterweise auch nur einen Millimeter über die Diskonterschwelle bewegt, wird die Wegfahrsperre aktiv, und Schieben geht nicht mehr - zumindest bei Hofer. Und wie sollen wir jetzt bitte schön in Zukunft Wohnungsumzüge, Kühlschrankkäufe, Fernseherentsorgungen oder Getränketransporte für Partys abwickeln? C. W.


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