Leben auf der Insel

Stadtleben | ULIA ORTNER, CHRISTOPHER WURMDOBLER | aus FALTER 14/02 vom 03.04.2002

KARMELITERVIERTEL. Szenelokale, Ateliers, Büros, schicke Lofts und Dachausbauten und das in Citynähe: Das Viertel rund um den Karmelitermarkt in der Leopoldstadt boomt. Menschen, die dort leben und arbeiten, fürchten trotzdem nicht, dass die Mazzes-Insel zu Yuppie-Island wird.  J

Bist deppert?", haben ihn die Leute gefragt, als er beschlossen hat, ausgerechnet beim Karmelitermarkt ein Szenebeisl zu eröffnen. Jetzt, eineinhalb Jahre später, ist Georg Aichmayrs Schöne Perle fixer Bestandteil der neuen, kleinen Lokalszene im Karmeliterviertel. Nur ein paar Gehminuten vom Stadtzentrum entfernt, hat sich in diesem Teil der Leopoldstadt zwischen Donaukanal, Augarten, Taborstraße und Unterer Augartenstraße in den vergangenen Jahren ein Grätzel gewandelt: Vom heruntergekommenen "Rotznstadl" zum schicken Bohemien-Viertel.

  Ein roter Faden zieht sich durch die Geschichte des Viertels: Es war immer schon Zentrum des jüdischen Lebens in Wien. Im 17. Jahrhundert wurde die jüdische Gemeinschaft,


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