Der Österreich-Vermeider

Stadtleben | MICHAEL LOEBENSTEIN | aus FALTER 14/02 vom 03.04.2002

PORTRÄT. Er lebte ein Jahr lang in Deutschland, ohne Meidling dabei jemals zu verlassen: Robert Jazze' Niederle, Maler und Zeichner, war einer der Autoren im Hintergrund der "Harald Schmidt Show". 

Köln liegt mit der Bahn zehn Stunden von Wien entfernt. Also nicht weiter als New York, sofern man per Flugzeug reist. Oder Eisenstadt, wenn man zu Fuß unterwegs ist. Man kann aber auch anders reisen, sozusagen ein Weltenbummler im Kopf sein. So einer ist Robert Niederle, alias Jazze. Er sitzt in seinem Atelier nahe dem Meidlinger Bahnhof und zündet sich zwischendurch eine Mentholzigarette an. Am Fußboden zahlreiche fertige Leinwände, auf der Staffelei ein angefangenes Bild. Regale stehen bis an die Decke voll mit Comic-Alben, Proust und zeitgenössischer Literatur. Im Nebenzimmer schnurrt ein Mac, bringt Online-News ins Haus.

  Ein Jahr lang war der 38-jährige Wiener via E-Mail Teil des Autorenkollektivs der "Harald Schmidt Show" und hat mithilfe seines Kabelanschlusses in Deutschland


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