Kurz vorm Suizid


NINA HORACZEK
Politik | aus FALTER 15/02 vom 10.04.2002

ASYL. Obwohl ein Arzt einem jungen Asylwerber akute Selbstmordgefahr attestiert, gibt es für ihn weder Therapie noch angemessene Unterbringung. 

Den Namen sollen wir auf keinen Fall schreiben. Und bitte auch kein Foto veröffentlichen. Assad S. (Name von der Red. geändert) sieht verschreckt aus, als er die Praxis von Hans-Joachim Fuchs betritt. Seit Mai 2000 ist der junge Kurde schon in Österreich. Mit 17 Jahren ist der heute 19-Jährige ohne Begleitung aus dem Irak nach Österreich geflüchtet. "Mein Vater hat mir verboten, weiter in die Schule zu gehen", erzählt Assad. Als der Vater ihn dann noch an eine islamische Terrororganisation verkaufen wollte, ist Assad weggelaufen. Schon seit einiger Zeit kommen aus dem unter UNO-Verwaltung stehenden Nordirak Meldungen über eine neue islamische Gruppierung, die angeblich mit dem Terrorchef Osama bin Laden in Verbindung stehe. Erst im September 2001 richteten islamische Fundamentalisten in der Nähe der Stadt Halbaja ein Massaker an 25 Zivilisten

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