PRESSESCHAU

Medien | EVA WEISSENBERGER | aus FALTER 15/02 vom 10.04.2002

Der Kurier brachte am Mittwoch eine interessante Geschichte über Sex in der Werbung. Und wie sich das gehört, kam auch ein Psychotherapeut zu Wort, der "Sujets mit Kindfrauen, deren Körper per Computer noch verschönert werden", kritisierte und "Bulimikerinnen, die ihr Schönheitsideal an solchen Bildern aus der Werbung festmachen", bedauerte. Unter diesem Bericht wurde in der "Videobox" der Film "Bridget Jones" rezensiert: "Sie trinkt zu viel, raucht noch mehr, hat Übergewicht, ist Single. Das macht sie zur willkommenen Projektionsfläche für alle jene Damen, die mit der - von Werbeidioten propagierten - Idealfrau rein gar nichts zu tun haben (wollen)." Verzeihung, da muss ich kurz speiben. Rein bulimisch natürlich. Sitzen die Idioten nicht nur in der Werbung? Bridget Jones ist nicht übergewichtig. Sie glaubt es nur, weil ehschonwissensieheoben. Eigentlich ist sie ganz normal, okay, die Schaupielerin trägt im Film womöglich Größe 38. Am selben Tag verbreitete auch ORF ON miese konservative Propaganda: Allein lebende Menschen über 30 werden in "Panik-Singles" (Frauen) und "Frust-Singles" (Männer) eingeteilt. Allesamt sind sie "defizitäre Sozialfiguren".


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